Bericht | 23. April 2026

Workshop der CRDA beim Film- und Medienwissenschaftlichen Kolloquium FFK#39 zum Forschungsdatenmanagement (FDM)

Von Dr. Alexander Stark

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Mehrfarbiger Filmstreifen

Mehrfarbiger Filmstreifen

"Ein mehrfarbiger Filmstreifen mit einem Bild eines Berges im Hintergrund" CC0 Autor:in: Alexey Demidov, Besitzer:in: Alexey Demidov

Das Film- und Medienwissenschaftliche Kolloquium (FFK) ist eine jährlich und an wechselnden Universitäten stattfindende Tagung, die in Eigenregie von Nachwuchswissenschaftler:innen für Nachwuchswissenschaftler:innen organisiert wird. Als nicht-institutionalisierte Peer-Veranstaltung bietet sie für viele Masterstudierende und Promovierende häufig die erste Möglichkeit während des Studiums und zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere, ihre Forschungsvorhaben und laufenden Projekte öffentlich zu präsentieren und mit anderen Forschenden zu diskutieren. In diesem Jahr fand das FFK vom 11. bis zum 13. März 2026 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt.

Im dritten Jahr in Folge war die Cultural Research Data Academy (CRDA) mit einem Workshop zum Thema "Forschungsdatenmanagement für Nachwuchswissenschaftler:innen der Film- und Medienwissenschaft" Teil des FFK, da das Kolloquium für das Team der CRDA eine gute Gelegenheit darstellt, Early Career Researchers frühzeitig zu einem reflektierten Umgang mit ihren Forschungsdaten anzuregen. Der diesjährige Workshop wurde, basierend auf der FDM-Basiskurs-Reihe von NFDI4Culture, in Kooperation mit dem Fachinformationsdienst (FID) Media weiter optimiert, mit vertiefenden Inhalten zu Open Science, Publikationen und Lizenzen ergänzt und umgesetzt.

Anhand der verschiedenen Phasen des Datenlebenszyklus gab das Team ein Überblick über zentrale Grundlagen und Schlüsselbegriffe des Forschungsdatenmanagements, wobei der Schwerpunkt auf film- und medienwissenschaftlichen Daten lag. In den interaktiven Sessions und Fragerunden wurde deutlich, dass in der Medien- und Filmwissenschaft vielfach mit einer großen Bandbreite von Datentypen und -beständen gearbeitet wird, sodass sich die Teilnehmenden auch mit individuellen Herausforderungen konfrontiert sahen. Der grundständige Workshop vermittelte Inhalte zu Themen wie die Datenerhebung, den FAIR- und CARE-Prinzipien, ausgewählten Annotationstools, Metadaten und Normdaten und spezifischen Aspekten des Publizierens und zeigte auf, welche Angebote es für die Teilnehmer:innen gibt, ihr Wissen individuell und auf ihre Bedarfen zugeschnitten zu vertiefen. Darüber hinaus standen die Suche nach passenden Repositorien, die Vorgaben guter wissenschaftlicher Praxis sowie rechtliche und ethische Rahmenbedingungen im Fokus. Ein besonderes Ziel bestand darin, die einzelnen Inhalte kontinuierlich anhand praxisnaher Beispiele zu veranschaulichen, gemeinsam mit den Teilnehmenden alltagstaugliche Lösungsansätze zu diskutieren, und auf bestehende Unterstützungsangebote von NFDI4Culture sowie dem FID Media hinzuweisen. Wie schon in den Vorjahren waren die Teilnehmer:innen auch diesmal aufgefordert, sich aktiv einzubringen, beispielsweise indem sie über ihre eigenen Projekte und ihre Herausforderungen im Umgang mit Forschungsdaten berichteten oder indem die Forschungsdaten-Policies ihrer jeweiligen Institution recherchierten.

Da der Workshop sich reger Nachfrage erfreut hat, ist beabsichtigt, ihn künftig erneut im Rahmen des FFK anzubieten und ähnliche Angebote auch im Rahmen vergleichbarer Veranstaltungsformate für die anderen Fachcommunities von NFDI4Culture anzuregen.