Titelillustration Bericht vom 4. Culture Community Plenary

Titelillustration Bericht vom 4. Culture Community Plenary

Für alle, die selbst nicht dabei sein konnten, und alle, die gern in Erinnerungen schwelgen, kommt hier ein Bericht über die emotionalen Highlights des Culture Community Plenarys: Wie es war, online am Plenary teilzunehmen? Was war im Chat und auf dem Miro-Board los? Und natürlich kommen auch die Teilnehmenden selbst zu Wort.

Plenary-Tag 1: Austausch - NFDI4Culture heute und morgen

Das vierte Culture Community Plenary startet am Donnerstag Morgen, alle treffen sich im CCP-Zoom-Raum. Die NFDI4Culture-Mitarbeitenden aus dem Coordination Office sind eindeutig zu erkennen am "Baby"-blauen Zoom-Hintergrund - es geht ja auch um die Geburt des neuen Arbeitsprogramms für NFDI4Culture 2!

Begrüßung und aktueller Stand des Konsortiums

Dörte Schmidt, Chairperson des NFDI4Culture Advisory Councils, führt in ihrer Begrüßungsansprache in den inhaltlichen Teil des Plenarys. In einem kurzen Blick auf die Anfänge von NFDI4Culture betont sie, dass es vor allem das Zusammentreffen und das gemeinschaftliche Engagement der "richtigen Leute" war, das zur Gründung von NFDI4Culture geführt hat. Die Weiterentwicklungen dieser ursprünglichen Ideen, die nun in der Culture-Gemeinschaft aufblühen, sei den Beiträgen aller Mitwirkenden zu verdanken, die auch heute wieder mit ihrem Feedback gefragt sind.

Konsortiumssprecher Torsten Schrade bringt alle auf den aktuellen Stand der Dinge im Konsortium - gewohnt sympathisch, mitreißend, locker-leicht und auch für Nicht-Insider gut verständlich (auch wenn er etwas außer Atem wirkt und seiner leicht rauen Stimme anzumerken ist, dass er in den letzten Tagen schon viel hat reden müssen).

Die wertschätzenden Ansprachen von Dörte Schmidt und Torsten Schrade mit ihrem wiederholten Dank an alle Mitarbeitenden für die Organisation des Plenarys und die Erfolge der ersten Phase von NFDI4Culture ernten viel virtuellen Applaus, der zwar nicht hörbar, aber dafür auf allen "Zoom-Kacheln" sichtbar ist.

Etwas Abseits des Hauptgeschehens: Miro-Board, Zoom-Chat, Pausen und Breakout-Räume

Wie auf den meisten Konferenzen passieren die interessanten Dinge oft neben und zwischen den Hauptprogrammpunkten (ein bisschen wie der "Küchen-Treff" auf einer Party, wo es immer am lustigsten ist): Man trifft alte Bekannte und neue Gesichter, tauscht Neuigkeiten aus, macht Witze und plaudert aus dem Nähkästchen. Auf dem Plenary gibt es dafür mehrere Möglichkeiten:

Als digitale Pinnwand steht - selbstverständlich auch den Gästen - ein Miro-Board zur Verfügung. Es bietet vor allem die Möglichkeit, selbst aktiv beizutragen und beispielsweise Kommentare auf digitalen Post-Its zu hinterlassen. Dies ist auch ausdrücklich erwünscht!

Zunächst dürfen alle virtuell mit ihrem Namen auf dem Miro-Board einchecken, und zwar in einer wunderbar feenhaften, bunten Fantasy-Landschaft - eins dieser wahnsinnig eindrucksvollen KI-generierten Bilder, die so detail- und farbenreich sind, dass man sich gar nicht sattsehen kann.

Fantasy-Landschaft mit Post-It-Zetteln

Check-In auf dem Miro-Board

"Fantasy-Landschaft mit Post-It-Zetteln"

Auf dem Miro-Board findet man nicht nur Orientierung im Verlauf des Tagesprogramms, es gibt auch noch mehr zu entdecken: In einer eigens dafür eingerichteten "Community-Info-Ecke" beispielsweise gibt es Raum, um sich über aktuelle Veranstantaltungen und ähnliches austauschen.

Miro board CCP 4

Miro board CCP 4

"Miro board CCP 4"

Auch der Zoom-Chat wird im Laufe des Tages rege genutzt. Neuankömmlinge werden über den Chat immer wieder ins Geschehen integriert und ins Boot bzw. auf's Board geholt- mit besonderem Gruß an Teilnehmer:in Nr. 100!

Im Chat können auch während der Vorträge schon Rückfragen gestellt werden, z.B. "Wo findet man denn eine Übersicht über die 11 Tools und 62 Softwarewerkzeuge von NFDI4Culture?". Diese werden entweder direkt beantwortet (praktischerweise ergänzt durch Links, beispielsweise zur NFDI4Culture Registry) oder später noch einmal wieder aufgenommen und mündlich diskutiert.

In der Pause können sich die Anwesenden in einem extra Zoom-Breakout-Room, der virtuellen Teeküche, zusammenfinden, um sich - ganz wie auf einer Präsenzveranstaltung - zwanglos zu unterhalten und tauschen dort unter anderem Grüße an Bekannte aus.

Programm-Highlight #1: NFDI4Culture Dienste

Für viele ist sicher die Vorstellung der NFDI4Culture-Dienste ein Highlight des Tages: In 10 verschiedenen Breakout-Räumen finden sich Interessierte in kleineren Grüppchen zu den praktischen "Hands-On"-Sessions zusammen, um sich ausgewählte Dienste von NFDI4Culture näher anzuschauen und erklären zu lassen. In insgesamt drei Durchgängen werden die Sessions wiederholt: Nach jeweils einer halben Stunde können die Räume gewechselt werden und der jeweilige Infoblock startet von Neuem, sodass jeder und jede in den Genuss von mindestens drei Dienste-Präsentationen kommen kann.

Auch wenn es trotz der drei Runden leider nicht möglich ist, alle 10 Dienste-Vorstellungen des reichhaltigen Angebots zu auszukosten, was auch für die Schreiberin dieses Berichts gilt, hat diese sich redlich bemüht, möglichst viele Eindrücke zu sammeln und festzuhalten:

Im Helpdesk-Raum erfährt man beispielsweise, wie man über das NFDI4Culture-Portal eine Anfrage an den Helpdesk stellt, plus "tolle Insights" (so ein:e Teilnehmer:in), wie die NFDI4Culture-Mitarbeitenden diese Anfragen bearbeiten. Ergänzt wird die Führung von einem lockeren Gespräch, in dem die Teilnehmenden Rückfragen stellen und dem Team Anregungen mit auf den Weg geben.

In der Culture Research Data Academy dreht sich die Diskussion unter anderem um den Educational Resource Finder: Die Anwesenden sind begeistert von der "Beschreibungstiefe der Angebote", insbesondere von den Angaben zur Bearbeitungsdauer der Weiterbildungsangebote und der Einteilung in Anfänger:innen- und Expert:innen-Niveau. Darüber hinaus kann man auch etwas über die Überlegungen hinter den Kulissen bezügliche dieser Kategorisierung erfahren.

Besonders gut besucht ist der Culture Knowledge Graph: Hier entwickelt sich eine sehr engagierte Diskussion unter den Teilnehmenden, die sich mit ganz konkreten, auch fachlichen Fragen zu Wort melden. Das große Interesse für den Knowledge Graph zeigt sich überdies in persönlichen Gesprächen mit NFDI4Culture-Mitarbeitenden: "Wir sind mit zwei Projekten an dem Punkt, das wir gerne in einen Knowledge Graph 'pushen' möchten, und der NFDI4Culture-Graph scheint aus unserer Sicht der richtige zu sein."

Auch auf dem Miro-Board dürfen und sollen die Teilnehmenden Feedback und Wünsche zu den einzelnen Diensten hinterlassen. Auf verschiedenen Post-Its ist beispielsweise zu lesen, das Erfassungsformular der Software Registry sei "umfassend und intuitiv" und die Flex Funds ein "[d]eutschlandweit einzigartig[es]" Microfunding. In Bezug auf die LIDO-Agentur freuen sich einige Teilnehmende über die "individuelle[n] Beratungsangebote von LIDO-Anwender:innen", andere wiederum wünschen sich noch mehr Unterstützung bei der Anwendung. Der Helpdesk gilt hier gar als "Organisationsvorbild" für andere Beratungsangebote. Beim Knowledge Graph werden "Frontends und Visualisierungen [...], die auch von Laien bedient werden können" gewünscht. All diese Kommentare dienen der Ergebnissicherung des Plenarys und der Weiterentwicklung der Dienste in der zweiten Förderphase. Damit sind sie besonders wertvoll und NFDI4Culture bedankt sich bei allen, die hier so engagiert beigetragen haben!

Vorstellung des Arbeitsprogramms Folgeantrag NFDI4Culture

Nach der Mittagspause folgt die Vorstellung des Arbeitsprogramms für den Folgeantrag NFDI4Culture, insbesondere die Vorstellungen der vier geplanten, neu strukturierten Task Areas von NFDI4Culture, mit anschließender Diskussion und Partizipationsmöglichkeit auch für die Community.

Diese nutzt auch den Chat für inhaltliche Beiträge ("Tatsächlich finde ich es sehr gut und sehr unterstützenswert, dass sich eine spezifische TA mit den Communities und der Shared Data Culture befassen soll!!!") - oder auch für Scherze ("Vorratsdatenspeicherung für den Kulturbereich!") inklusive lustiger-Smiley-Reaktionen.

Auf dem Miro-Board fasst ein User Journey die "Landschaft Forschungsdatenmanagement" von NFDI4Culture 2 aus User-Perspektive in Bildform zusammen.

user journey summarizes the "research data management landscape" of NFDI4Culture 2 from the user's perspective

user journey: research data management landscape

"user journey summarizes the "research data management landscape" of NFDI4Culture 2 from the user's perspective"

Für die ausführliche Diskussion des Arbeitsprogramms finden sich alle auf dem Miro-Board ein. Gezielte Diskussionsfragen lösen die anfängliche Zurückhaltung rasch auf und es entsteht ein Post-It-Gewusel aus Fragen und Vorschlägen, die nacheinander aufgegriffen und gemeinsam diskutiert werden. Man merkt: Die Community ist teilweise sehr gut informiert über die interne Struktur von NFDI4Culture und es entwickelt sich ein Verständnis für die Aufgaben(verteilung) der neu strukturierten Task Areas.

Programm-Highlight #2: Live Podcast

Den Abend des ersten Plenary-Tages lassen alle gemeinsam ausklingen - und zwar mit dem Live Podcast  #arthistoCast – der Podcast zur Digitalen Kunstgeschichte zum Thema "Generative KI Modelle und Forschungsdaten: Chancen und Herausforderungen" mit Moderatorin Jacqueline Klusik-Eckert und ihren Gästen aus der Wissenschaft. Dabei müssen die Plenary-Teilnehmenden den Zoom-Raum gar nicht verlassen, sondern können den Podcast weiter gemeinsam im Zoom direkt als Stream genießen.

Beim Warten darauf, dass es losgeht, stoßen einige der NFDI4Culture-Mitarbeitenden aus den verschiedenen Partner-Institutionen bereits mit eine Culture-Sunrise-Cocktail auf den ersten erfolgreichen Plenary-Tag an, einige sogar in Gesellschaft ihres Nachwuchses oder anderer interessierter Zuhörerenden.

Das Publikum verfolgt nicht nur den Podcast interessiert, auch im Zoom-Chat entwickelt sich unter den verbliebenen Teilnehmenden eine lebhafte Diskussion zum Podcast-Thema KI.

Live Podcast CCP 4

Live Podcast CCP 4

Im Gespräch mit Podcasterin Jacqueline Klusik-Eckert

Nach dem Podcast schildert Produzentin Jacqueline Klusik-Eckert in einem Interview ihren Eindruck vom ersten Tag des Culture Community Plenarys: "Ich bin immer wieder überrascht, wie viele verschiedene Perspektiven und Beteiligte es bei NFDI4Culture gibt. Auch Ehrenamtliche, einfach eine große Diversität, wer sich alles bei NFDI4Culture engagiert oder sich für dieselben Ziele einsetzt. Und ich habe das Gefühl, dass sich langsam immer mehr Schlagkraft entfaltet." Schade findet sie nur, "dass die Leute, die wirklich viel bewegen könnten, z.B. Direktor:innen von kunsthistorischen Einrichtungen, nicht so stark vertreten waren".

Ein besonderes Highlight und gleichzeitige Herausforderung für Jacqueline Klusik-Eckert war es, im Rahmen des Plenarys ihren ersten live-Podcast überhaupt zu senden - noch dazu mit Gästen, die sich vorher nicht kannten und die Diskussion nicht geprobt hatten. Umso zufriedener zeigt sie sich, dass alles gut funktionierte und die Stimmen aller drei Gäste im Podcast Raum und Gehör fanden.

Auf ihren Blick als Kunsthistorikerin und Angehörige der kunsthistorischen Community von NFDI4Culture angesprochen erzählt Jacqueline Klusik-Eckert von ihrer Beobachtung, dass "in der Kunstgeschichte die Leute oft keine Datenkompetenzen haben, die sie aber für die Nutzung der Services, z.B. Repositorien, von NFDI4Culture brauchen". Sie findet: "Die Themen von NFDI4Culture müssen noch näher an die Fächer herangetragen werden: Es handelt sich z.B. bei Datenmanagementplänen nicht nur um Mehraufwand für Forschenenden, sondern es werden Sachen für uns und unsere Bedürfnisse entwickelt!".

Da die "NFDI4Culture-Fachsprache und die Abkürzungen es manchmal anstrengend machen, der Diskussion zu folgen", empfiehlt Jacqueline Klusik-Eckert "besonders die Kurzvideos von NFDI4Culture, die beispielsweise erklären, was Normdaten sind".

Auf dem Culture Community Plenary ist für sie auf jeden Fall noch einmal deutlich geworden, "wie aktiv man bei NFDI4Culture selbst mitmachen kann. Es wird nicht nur von Experten im kleinen Kreis verhandelt, sondern gibt auch niedrigschwellige Partizipationsmöglichkeiten. Ich habe durch die Austauschformate auf dem Plenary die Angst verloren, mit den Leuten von NFDI4Culture in Kontakt zu treten, zum Beispiel eine Helpdesk-Anfrage zu stellen". Und genau so sollte es sein!

Und so geht der erste Plenary-Tag zu Ende - und nicht wenige sind von den vielen Eindrücken an diesem langen Tag mehr als nur ein bisschen erschöpft ;)

Plenary-Tag 2: Community-Tag!

Programm-Highlight #3: Lightning Talks aus der Community

Am zweiten und letzten Plenary-Tag finden sich am Freitag Morgen - trotz "früher" Stunde - wieder zahlreiche Teilnehmende im Zoom und auf dem Miro-Board ein (im Laufe des Vormittags wird erneut die Marke von 100 Teilnehmenden geknackt), denn heute ist Community-Tag! In Lightning Talks stellen Community-Mitglieder ihre Projekte vor, die von NFDI4Culture mit dem MusicAward oder den NFDI4Culture FlexFunds gefördert werden (die nächste Ausschreibung der FlexFunds ist übrigens voraussichtlich Ende Juli). Unter den Projekten finden sich zum Beispiel Datenbanken und Archive: die Graphic Design History Database (GERD), die Motion Bank und das Berlin Techno-Archive. In der zweiten Runde der Projektvorstellungen geht es um eher technische Themen und Tools wie den 4D Browser, iART und Open Refine. Die Präsentationen werden von Musikbeispielen, Videos und tollen Bildern begleitet und sprechen auch gegenwärtige, gesellschaftlich relevante Themen an, beispielsweise das Berliner Clubsterben.

In der anschließenden offenen Diskussion tun sich sogar mögliche Schnittstellen zwischen den einzelnen Tools und Archiven auf. Auf die Bitte um Austausch und Feedback zu den Projekten hin gehen auf einem spontan eingerichteten "Themenparkplatz" auf dem Miro-Board Hinweise auf Tools, Veranstaltungen und Kontakte für die Vortragenden ein. Es entsteht sogar ein richtiger Dialog mit den Post-Its. Das Interesse an Vernetzung ist groß, auch Unterstützung und Beratung wird angeboten.

Aus dem Chat kommen neben Fragen ebenfalls Beratungs- und Vernetzungsangebote - und nicht zuletzt jede Menge Daumen-hochs und Smileys. Der von NFDI4Culture intendierte Austausch und die gegenseitige Unterstützung scheint gelungen!

Im Gespräch mit Theresa-Sophie Herget von NFDI4Memory

Zur Community im weiteren Sinne gehören nicht zuletzt auch die Schwester-Konsortien von NFDI4Culture. In der Pause ist Zeit für einen kurzen Plausch mit Theresa-Sophie Herget, Referentin für Kommunikation und Community Management bei NFDI4Memory. Die Atmosphäre auf dem vierten Culture Community Plenary beschreibt sie mit dem Gefühl einer "großen Gemeinschaft, die nicht in Konkurrenz zueinander steht und von der man selbst auch Teil ist".

Ihr fällt auf, dass - im Gegensatz zum Konsortium NFDI4Memory, das vor allem die Geschichtswissenschaften vertritt - sehr unterschiedliche Disziplinen zu NFDI4Culture gehören (Architektur-, Kunst- und Musik- bis hin zu Theater-, Tanz-, Film- und Medienwissenschaft). Ihrer Ansicht nach "wurden immer wieder die Überschneidungen und Schnittstellen zwischen den verschiedenen Fächern deutlich". NFDI4Culture sei es gut gelungen, diese ausgeglichen zu repräsentieren.

Besonders begeistert war Theresa-Sophie Herget vom intensiven Austausch der geisteswissenschaftlichen Konsortien, die gemeinsam die MoU-Gruppe bilden (Memorandum of Understanding). "Als Holger Simon in seiner Moderation die Präsenz der MoU-Gruppe in der NFDI betonte und sie als Success Story bezeichnete, war dieses 'MoU-Gefühl' deutlich zu spüren", schwärmt sie. "Da kommt schon ein bisschen Stolz auf diese gemeinsame Leistung auf, die Disziplinen zu vereinen. Und wir wollen zukünftig noch stärker in die Zusammenarbeit mit unseren Diensten gehen."

Die Hands-On-Sessions zu den NFDI4Culture-Diensten sind ihr auch noch gut im Gedächtnis geblieben: "Man bekommt ein gutes Gespür für die Möglichkeiten von NFDI4Culture. Solche Breakout-Rooms schaffen gute Anknüpfungspunkte in den kleinen Gruppen. Das ist gleich viel persönlicher. Man traut sich auch eher, eine Frage zu stellen." Besonders gefreut hat sie sich darüber, dass es drei Durchgänge gab: "So konnte ich in mehrere Dienste reinschnuppern und Erfahrungen austauschen."

Im Vergleich zum ersten Plenary-Tag, der sich für Theresa-Sophie Herget vor allem durch den intensiven Austausch und einer wahren Flut von Informationen auszeichnete, empfand sie den zweiten Tag als praktischer: "Am Donnerstag wurde mit der Vorstellung des Konsortiums und des vergangenen und geplanten Arbeitsprogramms sozusagen der Grundstein gelegt. Am Freitag wurde deutlich: Und so sieht das dann konkret aus."

Dann verabschiedet sich Theresa-Sophie Herget, denn schon geht es mit dem nächsten Programmpunkt weiter, der Paneldiskussion zu Knowledge Graphen, auf die sie sich besonders freut, da hier auch NFDI4Memory aktiv beteiligt ist.

Paneldiskussion zu Knowledge Graphen und abschließendes Feedback

Und Theresa-Sophie Herget ist offenbar nicht die einzige, die sich für die Paneldiskussion "Ist das Meta oder kann das weg? Welche Daten (Ihrer Fachdisziplin) gehören in den Knowledge Graphen?" interessiert: Die Zahl der Teilnehmenden steigt noch einmal in die Höhe. Das Panel und die engagierte und kritische Diskussion um die Knowledge Graphen (nicht ohne kleinere Kontroversen) ist in einem eigenen Plenumsbericht inhaltlich zusammengefasst.

Abschließendes Feedback zum Plenary insgesamt findet sich auf dem Miro-Board. Viele Erwartungen sehen die Teilnehmenden erfüllt: "Die Teilnahme hat digital gut funktioniert (technisch)" und war "im positiven Sinne intensiv und inspirierend". Gefallen hat auch das Miro-Board selbst, "das hilft auch dabei, Kolleg:innen vom Plenum zu berichten". Wünsche werden aber trotzdem geäußert, beispielsweise mehr Diversität bei den Speaker:innen.

Beim Online-Format des Plenarys ist sich die Community nicht ganz einig. Die einen meinen: "Bleibt digital oder hybrid! Das klappt wirkich gut bei diesen Inhalten." Bei anderen mischt sich ein bisschen Bedauern darunter: "Mini-Schwachstelle des digitalen Formats: Man lernt die anderen Teilnehmenden (und ihre Expertise) leider nur wenig kennen".

So richtig was zu meckern hat aber offenbar niemand, denn obwohl Kommentare auch anonym hinterlassen werden können, bleibt die ensprechende Rubrik leer. Für alle, die ihr Feedback noch nachholen wollen, gibt es eine Umfrage zum Arbeitsplan NFDI4Culture 2. Natürlich sind positive Rückmeldungen genauso gerne gesehen wie konstruktive Kritik ;)

Das allerletze Wort in diesem Stimmungsbericht zum 4. Culture Community Plenary soll der Stimme der Community mit einer besonders schönen Verabschiedung aus dem Chat überlassen bleiben: "Vielen Dank, das Plenary war großartig, sehr gut vorbereitet und es hat vor allem gezeigt, wie viel Substanz inzwischen in der NFDI entstanden ist!"