Digitale Objekterfassung, Städtische Museen, Wetzlar, 2023

Digitale Objekterfassung, Städtische Museen, Wetzlar, 2023

"Arbeitsplatz für digitale Objekterfassung, Städtische Museen, Wetzlar, 2023" CC-BY-SA 4.0<https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de> Autor:in: Fotografin: Katrina Friese, Besitzer:in: Museumsverband Hessen

Minimaldatensatz-Empfehlung unterstützt bessere Auffindbarkeit von Informationen zu Objekten in Museen und Sammlungen

Die erste Vollversion der Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen liegt jetzt vor. Die Online-Handreichung bietet Sammlungen einen niedrigschwelligen Zugang zur Anwendung einschlägiger internationaler Standards für die Erfassung und Publikation von Objektinformationen im Internet. Die Empfehlung zielt darauf ab, das Bewusstsein für Datenqualität in den Kulturerbe-Einrichtungen zu schärfen und dabei die FAIR- und CARE-Prinzipien – die die bessere Nachnutzbarkeit von Objektinformationen im Internet und einen ethischen Umgang mit ihnen fördern – in der Arbeitsweise von Sammlungen verankern. Daten aus Museen sollen über einzelne Einrichtungen hinaus anschlussfähig, für ein möglichst breites Publikum online auffindbar und, soweit ethisch und rechtlich zulässig, nachnutzbar werden. So wird die Arbeit der Museen sichtbarer, und nicht zuletzt die Forschung profitiert davon.
 
Die Minimaldatensatz-Empfehlung richtet sich an Museumsmitarbeitende, aber auch an Beratungsstellen und Akteur:innen in Fortbildung und Lehre, die sich mit der Vermittlung von Standards für die Online-Publikation von Objektinformationen beschäftigen. Außerdem wendet sie sich explizit an Anbieter von Datenbanksoftware. Sie können die Empfehlung in ihre Softwareangebote einbauen und so dafür sorgen, dass eine an Standards orientierte Online-Veröffentlichung von Objektdaten technisch unterstützt wird. 
 
Die Minimaldatensatz-Empfehlung lässt sich in verschiedenen Szenarien anwenden. Hier ist nicht nur die Veröffentlichung von Objektinformationen in Online-Bestandspräsentationen einzelner Einrichtungen zu nennen, sondern besonders die Bereitstellung von Daten für Kulturportale wie die Deutsche Digitale Bibliothek und Europeana oder auf Datenschnittstellen. In Zukunft soll die Empfehlung auch die Einbindung von Objektinformationen in den Datenraum Kultur und den Common European Data Space for Cultural Heritage erleichtern.
 
Die Empfehlung ist mit dem ICOM-CIDOC-Standard LIDO kompatibel. So können Sammlungen ihre Objekte strukturiert kontextualisieren und anhand kontrollierter Vokabulare verlässlich und interoperabel beschreiben.
 
Die AG Minimaldatensatz ist ein Zusammenschluss wichtiger Akteur:innen auf dem Gebiet der Digitalisierung von Kulturgut. Sie wurde 2022 von den Fachstellen Museum und Mediathek Fotografie/Ton der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) und der AG Digitalisierung der Konferenz der Museumsberatungsstellen in den Ländern (KMBL) sowie digiS Berlin initiiert. Zusätzlich arbeiten Vertreter:innen folgender Einrichtungen und Initiativen mit: Institut für Museumsforschung (SPK), der Fachgruppe Dokumentation im Deutschen Museumsbund (DMB), der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland, der digiCULT-Verbund eG, museum-digital Deutschland e. V., NFDI4Culture, NFDI4Objects, NFDI4Memory, Museum für Naturkunde Berlin und Übersee-Museum Bremen.
 
Die Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen (Version 1.0) gibt es hier: http://www.minimaldatensatz.de und https://doi.org/10.5281/zenodo.11209289.
 
Die AG lädt Sie herzlich zur Online-Vorstellungsveranstaltung des Museumsverbands Sachsen-Anhalt und des Instituts für Museumsforschung am 10.6.2024 16-18 Uhr ein. Nähere Informationen finden Sie hier: 
Launch der Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen (Version 1.0)

Kontakt: info@minimaldatensatz.de