NFDI4Culture Community Darstellende Künste

Manifestationen der Darstellenden Künste basieren zumeist auf temporären Prozessen und Ereignissen mit Live-Publikum, auch wenn es eine Vielfalt hybrider Formate gibt und die digitale Repräsentation von Aufführungen an Bedeutung gewinnt. Forschungsdaten in diesem Bereich stellen besondere Herausforderungen, etwa die Verknüpfung verschiedener Quellen, Objekte und Medienarten, von Theatergebäuden über Bilder und Texte aller Art, Bühnenbildmodelle und Kostüme bis hin zu audiovisuellen Aufzeichnungen.

Daher ist die Forschung auch auf die GLAM-Einrichtungen angewiesen: Archive, Sammlungen, Museen und Bibliotheken, mit jeweils eigenen Schwerpunkten, Verzeichnisstrukturen und Datenmodellen. Mit dem Portal www.performing-arts.eu des Fachinformationsdienstes Darstellende Kunst (FID DK) gibt es bereits eine Plattform zur digitalen Zusammenführung heterogener Daten aus solchen Beständen. Bei der Digitalisierung, Erschließung, Zugänglichmachung und Langzeitarchivierung gibt es weitere Herausforderungen, die den gesamten Datenlebenszyklus betreffen: die Modellierung ereignisbezogener Datenkonzepte und Normdaten (z.B. für Werk, Inszenierung und Aufführung), die Einbindung kontrollierter Vokabulare und ein Rechtemanagement, um die nachhaltige Organisation und Veröffentlichung von Forschungsdaten sicherzustellen.

Die Erforschung der Darstellenden Künste ist notwendig inter- und transdisziplinär, nicht nur bezogen auf Gattungen, Genres und Sparten (Sprech- und Musiktheater, Tanz, Performance, Figurentheater, etc.), sondern auch bedingt durch die jeweilige methodische Perspektive (Praxis, Historiographie, Theorie). Ein erweiterter Theaterbegriff bezieht theatrale Praktiken im alltäglichen Leben mit ein. Einige methodische Prämissen der Erforschung theatraler Ereignisse – insbesondere, dass sie auf kulturellen Praktiken zwischen Produktion und Rezeption basieren – betreffen auch den Umgang mit Forschungsdaten, deren Verknüpfung und Nachnutzung außer für die Forschung selbst auch für die künstlerische Praxis und das Publikum sowie für die produzierenden und sammelnden Institutionen relevant sind.

Kunstgeschichte Tanzwissenschaft Digital Humanities Medienwissenschaft Musikwissenschaft Theaterwissenschaft

User Story 07

Als Musikethnologin bin ich verantwortlich, während meiner Forschung entstandene Audio-/Videodateien (resp. -Korpora) gemäß den vorher verabredeten rechtlichen Vereinbarungen zugänglich zu halten. Da ich auch in die Lehre eingebunden bin, möchte ich Kompetenz zu dieser Analyse an meine Studierenden so weitergeben, dass diese diese Fähigkeiten anwenden können.
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Als Kustodin der zeitgenössischen Sammlung eines großen Museums möchte ich das Konvolut Video-Art und die Dokumentation der Performances für die Forschung zugänglich machen.

Architektur Kunstgeschichte Tanzwissenschaft Digital Humanities Medienwissenschaft Musikwissenschaft Theaterwissenschaft

User Story 25

Als Wikimedianer freue ich mich, an der digitalen kulturellen Allmende mitzuwirken und habe schon viele Edits auf Wikipediaseiten zu Kulturerbe gemacht und Bilder bei WM Commons zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt. Auch bei Crowdsourcingprojekten der Europeana wie z.B. zum Annotieren von Bildern aus dem 1. Weltkrieg, habe ich des öfteren mitgewirkt. Besonders interessiert es mich, mein Spezialwissen zu korinthischen Tempeln an den verschiedenen digitalen Objekten zur Verfügung zu stellen, wobei es mich freut, wenn dieses Wissen menschen- und maschinenlesbar auch im Forschungskontext nachgenutzt werden und ich damit einen Beitrag zur Hebung des allgemeinen Wissensstandes in diesem Gebiet leisten kann.

Mitglieder des NFDI4Culture Steering Board Vertretung der Community

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Dr. Mariama Diagne

Gesellschaft für Tanzforschung e.V.

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Univ.-Prof. Dr. Martin Jörg Schäfer

Gesellschaft für Theaterwissenschaft e.V.