NFDI4Culture Success Story | 09. November 2023
Auf Wunsch der Communities: Passgenaue Schulungen der Cultural Research Data Academy
Von Dr. Martin Albrecht-Hohmaier und Dr. Alexander Stark
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Graphic-Recording during the third NFDI4Culture Community Plenary
"Drawing of a staff, a clef and a note coming out of an open laptop." ©Julia Kluge Autor:in: Julia Kluge
Egal ob Museen, Universitätsinstitute, Kunst- und Musikhochschulen, Akademien, Galerien, Bibliotheken, Archive oder einzelne Forscher:innen: Die Arbeit mit und an Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern erfolgt in vielen Kontexten und ist vielfältig. Entsprechend divers und gleichzeitig spezifisch sind auch die Aus- und Weiterbildungsbedarfe der unterschiedlichen Akteure im Bereich Forschungsdatenmanagement (FDM). Während es an allgemeinen und nicht fachspezifischen FDM-Angeboten nicht mangelt, die inhaltlich nur einen Teil jener Bedarfe abdecken, fehlt es vor allem an passgenauen Schulungen für einzelne NFDI4Culture-Communities. Diese Lücke zu schließen, hat sich die Cultural Research Data Academy (CRDA) von NFDI4Culture zum Ziel gesetzt und nimmt konkrete Bedarfe gerne auf. Wie im engen Austausch mit den Communities Angebote entstehen, zeigen zwei Beispiele aus der Musikwissenschaft:
Ende 2021 wandte sich die IAML-DE (International Association of Music Librarians Deutschland) mit dem Bedarf einer Schulung an das Team der CRDA. Die Schulung sollte nicht nur grundständiges Wissen über das Thema Forschungsdatenmanagement beinhalten, sondern zudem speziell auf die Bedürfnisse von Musikbibliothekar:innen zugeschnitten sein. In engem Austausch mit Vertreter:innen von IAML-DE konzipierte die CRDA ein Online-Angebot, welches im Februar 2022 durch das CRDA-Team mit 50 Teilnehmer:innen durchgeführt wurde. Diese lobten im Anschluss den Überblickscharakter sowie die inhaltliche Vielfalt der Veranstaltung und äußerten ihre Ideen und Anregungen für weitere Veranstaltungen dieser Art.
Im Mai 2023 wurde durch das Deutsche Historische Institut in Rom der Wunsch an die CRDA herangetragen, für die internationale musikwissenschaftliche Community ein englischsprachiges Kursangebot zu entwickeln. Dieses sollte Grundzüge und technische Anleitungen zum Umgang mit MEI (Music Encoding Initiative) bieten, einer Kodierung von Musiknotationen, die inzwischen in der Mehrheit der musikwissenschaftlichen Forschungs- und Editions-Projekten Verwendung findet.
Durch die hervorragende Vernetzung der CRDA mit der musikwissenschaftlichen Community konnte über den Virtuellen Forschungsverbund Edirom (ViFE) der Experte Mark Saccomano für die Arbeit mit und Entwicklung von MEI als Dozent gewonnen werden. Innerhalb kurzer Zeit organisiert, konnte der Kurs als zweiteilige Online-Veranstaltung im Sommer 2023 mit Teilnehmer:innen aus den USA und Italien stattfinden. Diese stellten in ihrem Feedback vor allem den passgenauen inhaltlichen Zuschnitt der Veranstaltung auf ihre Bedarfe sowie die intensive Betreuung während des Kurses heraus.