NFDI4Culture Music Award
Der NFDI4Culture Music Award wird von der musikwissenschaftlichen Community in NFDI4Culture vergeben und soll musikbezogene oder musikwissenschaftliche Projekte und Unternehmungen auszeichnen, die in besonderer Weise zu den Zielen in den Aufgabenbereichen des Konsortiums beitragen.
Musikinstrumente, Pokale, Handschuhe und Münze zum Pfeifengericht
"historische Blasinstrumente, Pokale, Handschuhe, Münze" s. Bildarchiv Foto Marburg Autor:in: unknown, Besitzer:in: Historisches Museum Frankfurt am Main
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Mit dem NFDI4Culture Music Award wurden 2022 zum ersten Mal Projekte oder Unternehmungen ausgezeichnet, die im Bereich der Musik und der Musikwissenschaften in besonderer Weise zu den Zielen in den Aufgabenbereichen des Konsortiums beitragen. Der Award wird in zwei Kategorien vergeben. In Kategorie 1 können aktuelle Qualifikationsarbeiten, in Kategorie 2 Projekte unterschiedlicher Art von Kulturschaffenden und Wissenschaftler:innen aus allen musikbezogenen Fachgebieten eingereicht werden. Die Jury, bestehend aus Vertreter:innen von NFDI4Culture, der Gesellschaft für Musikforschung (GfM), des Deutschen Musikrats und des Zentrum Musik – Edition – Medien (ZenMEM), nimmt die besten Projekte aus den eingegangenen Einreichungen auf eine Shortlist auf. Mit dem Award sind Projektmittel in Höhe von bis zu 1.500 € bzw. 3.000 € verbunden, mit denen abrechnungsfähige Aufwendungen, die zu den Zielen von NFDI4Culture beitragen, also u. a. Reisekosten, Publikationskosten oder Aufwände zur Durchführung projektbezogener Workshops finanziert werden können. Der Award wird in der Regel im September eines Jahres ausgeschrieben und die Einreichung ist bis Ende Oktober möglich. Bei der feierlichen Überreichung der Awards im Rahmen des jährlichen NFDI4Culture Plenary oder der Jahrestagung für Musikwissenschaft werden die prämierten Projekte einer großen Öffentlichkeit präsentiert.
Shortlist und Awardees 1. Award ausgezeichnet für 2023
- Frauke Reglind Pirk (Johannes Gutenberg-Universität Mainz): „Konzeption und prototypische Entwicklung eines oXygen-basierten Frameworks zur Edition osmanischer Liedtexte. Unterstützt durch ein Leitfadeninterview zur Erhebung des Vorwissens der perspektivischen Nutzer*innengruppe“ (Master-Arbeit 2021)
- Lars Schmedeke (Universität Hamburg): „Bass Drop! – Der Bass in der modernen, populären Tanzmusik“ (Promotion 2022)
- Dr. Anna Plaksin (Johannes Gutenberg-Universität Mainz): „Modelle zur computergestützten Analyse von Überlieferungen der Mensuralmusik. Empirische Textforschung im Kontext phylogenetischer Verfahren“ (Dissertation 2020)
- Ralf Martin Jäger (WWU Münster), Michael Kaiser und Sven Gronemeyer (Max Weber Stiftung Bonn): Interkonsortialer Vernetzungsworkshop „Kritische Musik- und Textedition osmanischer Kunstmusik“
- Lukas Retschmeier (TU München): Prototyp für eine Benutzeroberfläche für KI-gestützte Takterkennung von Digitalen Musikalien
- Maximilian Rosenthal (HMT Leipzig/SLUB Dresden): Musikverlagsdatenbank
Shortlist und Awardees 2. Award ausgezeichnet für 2024
- Prof. Dr. Julian Caskel (Folkwang Universität der Künste Essen), Frithjof Vollmer (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart), Thomas Wozonig (Kunstuniversität Graz): Netzwerk Softwaregestützte Interpretationsforschung
- Dr. Anita Jóri (Universität der Künste Berlin): Anbahnung „Berliner Techno-Archiv / Berlin Techno-Archive“
Shortlist und Awardees 3. Award ausgezeichnet für 2025
- Anke Hofmann, Romy Gildemeister, Ingrid Jach und Elisa Klar (Bibliothek und Archiv HMT Leipzig): Kulturdaten und Kulturtransfer – das Projekt CARLA als digitale Forschungsumgebung zur Leipziger Konservatoriumsgeschichte 1843–1918
- JProf. Dr. Dennis Ried (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg): Baumann Digital
- Tim Eipert und Lucas Hofmann (Universität Würzburg): Workshop „Nachhaltige Dateninfrastrukturen in der musikwissenschaftlichen Korpusforschung: Formate, Standards und Ziele“