Ankündigung

RADAR4Culture: ein neuer Service zur einfachen Publikation von Forschungsdaten materieller und immaterieller Kulturgüter

Als Konsortium für Forschungsdaten materieller und immaterieller Kulturgüter in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) vertritt NFDI4Culture die Vielfalt der Architektur-, Kunst- und Musik-, Theater-, Tanz-, Film- und Medienwissenschaften. Für diese bietet FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur als wichtiger Akteur des Konsortiums ab sofort den neuen Publikationsdienst RADAR4Culture für Forschungsdaten an. Dieser basiert auf dem etablierten Forschungsdatenrepositorium RADAR und geht gleichzeitig mit dem "Geschwisterdienst" RADAR4Chem für die Fachcommunity der Chemie online.

Mit RADAR betreibt FIZ Karlsruhe bereits seit mehreren Jahren einen ausgezeichneten und disziplinübergreifenden Dienst zum institutionellen Management sowie zur nachhaltigen Sicherung und Publikation von Forschungsdaten für akademische Einrichtungen. Forschenden aus der NFDI4Culture Community stellt das Leibniz-Institut mit RADAR4Culture nun ein Repositorium zur Verfügung, das es erlaubt, Forschungsdaten nicht nur einfach und sicher, sondern auch kostenfrei und zudem institutionsungebunden zu veröffentlichen. Wie RADAR ermöglicht auch RADAR4Culture die Publikation beliebiger Datentypen und -formate und eröffnet damit vielfältige Einsatzszenarien.

Dazu Dr. Felix Bach, Abteilungsleiter Forschungsdaten bei FIZ Karlsruhe: „RADAR4Chem und RADAR4Culture erweitern im Rahmen der NFDI das Spektrum an Möglichkeiten zur FAIRen Datenpublikation in den Disziplinen Chemie sowie Kultur- und Geisteswissenschaften. Hiermit stellen wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine niedrigschwellige Lösung zur Verfügung, um digitale Daten zusammen mit beschreibenden Metadaten und Digital Object Identifiern (DOI) zu veröffentlichen.“

Innerhalb von NFDI4Culture unterstützt der Aufgabenbereich "Datenpublikation und Langzeitarchivierung" an der Universitätsbibliothek Heidelberg und an der Sächsischen Landes und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden zusammen mit FIZ Karlsruhe sowohl Repositorienbetreiber als auch Forschende aller in NFDI4Culture vertretenen Disziplinen und Fachcommunities bei der Speicherung, Veröffentlichung und Langzeitarchivierung von Forschungsergebnissen. Viele Angebote zur Publikation von Forschungsdaten sind bisher stark institutions- und disziplinabhängig. RADAR4Culture zielt darauf ab, die bestehenden Lücken zu schließen und das bereits existierende Portfolio an Fachrepositorien im Bereich des Kulturellen Erbes bedarfsgerecht zu ergänzen.

Dr. Maria Effinger, Co-Spokesperson für den Aufgabenbereich "Datenpublikation und Langzeitarchivierung" des Konsortiums NFDI4Culture und Leiterin der Abteilung Publikationsdiente der UB Heidelberg erläutert: "RADAR4Culture füllt eine Lücke in der bestehenden Repositorienlandschaft unserer Forschungsdateninfrastruktur. Wir freuen uns daher, dieses RADAR-Angebot an die Fachcommunities der Architektur-, Kunst- und Musik- bis hin zur Theater-, Tanz-, Film- und Medienwissenschaft machen zu können. Als generischer Service ist RADAR deshalb ein gutes Beispiel für einen cross-konsortialen Basisdienst."

Über die Grenzen der einzelnen Konsortien hinaus legt die NFDI höchsten Wert darauf, von den Bedarfen der Forschenden auszugehen. Hierfür werden auch vorhandene und erprobte Infrastrukturen und Services gesammelt, interoperabel gemacht und in den Dienst der Communities gestellt. So können Datenbestände geteilt und wiederverwendet werden.

Dazu der Direktor der NFDI Prof. Dr. York Sure-Vetter: „Um Datenschätze auf breiter Basis verfügbar zu machen, braucht es ein Forschungsdatenmanagement, das bei den Forschenden selbst ansetzt. Die Services RADAR4Chem und RADAR4Culture ermöglichen Wissenschaftler:innen, (Meta-)Daten mit ihren Communitys zu teilen und sichern die Wiederverwendbarkeit der Daten. Die beiden Datenrepositorien sind somit ein essentieller Schritt hin zu einem nachhaltigen Umgang mit Forschungsdaten und ein relevanter Meilenstein für NFDI.“

Alle an RADAR4Culture Interessierten erhalten weitere Informationen in der Pressemitteilung von FIZ Karlsruhe, auf der Informationsseite für Forschende oder über das NFDI4Culture Kontaktformular.