User Stories

Die nutzerorientierte Entwicklung von Werkzeugen und Diensten ist ein Herzstück des kontinuierlichen Fortschritts von NFDI4Cultures. Auf dieser Seite finden Sie eine umfangreiche Sammlung von User Stories, die Herausforderungen und Bedarfe für das Forschungsdatenmanagement in unseren Communities beschreiben.

Digital Humanities Musikwissenschaft

User Story 02

Als Musikwissenschaftlerin möchte ich musikalische Quellen annotieren (mit Text, ggf. auch wiederum mit Musiknotation), um sie weiter zu analysieren. Dabei stellt sich mir die Frage, ob ich hinreichend annotieren kann, ob ich alle Standards kenne und auf dem aktuellsten Stand von MEI bin. Ebenso taucht zwischenzeitlich die Frage auf, ob ich die vorhandenen Standards für passend halte -- meine Ideen zur Verbesserung möchte ich zentral und leicht zugänglich äußern können. Da ich auch in die Lehre eingebunden bin, möchte ich Kompetenz zu dieser Analyse an meine Studierenden so weitergeben, dass diese diese Fähigkeiten anwenden können.
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Als Editor einer Musikedition möchte ich eine MEI-basierte Notenausgabe erstellen und verschiedene Versionen verschieden lange zugänglich halten, um a) Entscheidungen erst später zu treffen und/oder b) Entscheidungen nachvollziehbar zu halten.

(vgl. DFG-­Empfehlung 7 zur „Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“, S. 21 f.)

Kunstgeschichte Digital Humanities

User Story 03

Als Kustodin möchte ich die Gemäldesammlung des Landesmuseums erstmals digital erfassen, um sie zu inventarisieren, eigene Forschungsergebnisse strukturiert abzulegen (CIDOC CRM/LIDO), zu publizieren und zur Nachnutzung bereitstellen. Dabei spielt neben der Katalogisierung zur Archivierung auch die praktische Nutzung von Abbildungen im Museumsbetrieb eine Rolle: Weitergabe an Dritte zu Forschungszwecken, Erstellung von Katalogen und Postkarten für den Museumsshop. Für diesen gesamten Prozess muss ich in meinem Team Kompetenzen zum Umgang mit diesen Forschungsdaten aufbauen. Ich muss ggf. zeitnah und flexible Weiterbildungsangebote nutzen können. Ggf. möchte ich zeitnah und flexibel selbst passende Schulungsangebote für meine Mitarbeitenden entwickeln und durchführen können.

Kunstgeschichte Digital Humanities

User Story 04

Als Promovendin im Bereich Kunstgeschichte recherchiere ich zum Thema Herrscherportraits. Dazu suche ich Informationen im Internet, um meine Recherche zu komplettieren und optimieren. Meine Promotion werde ich digital publizieren.

Kunstgeschichte Digital Humanities Musikwissenschaft

User Story 05

Als Leiterin der Digitalisierungsabteilung des kunsthistorischen Instituts inventarisiere ich unseren Sammlungsbestand. Außerdem werden digitale Abbildungen von Objekten im Auftrag der assoziierten Forschenden erstellt. Ich möchte mich über die enge Zusammenarbeit mit der UB hinaus mit der Fachcommunity über aktuelle Entwicklungen der Standardentwicklung vernetzen, um unseren Datenbestand im höchsten Maße anschlussfähig zu halten. Um diese Inventarisierung durchführen zu können, benötige ich qualifizierte Mitarbeitende (reguläre Mitarbeitende und Hilfskräfte). Ich muss entsprechend Kompetenzen weitergeben und entwickeln und benötige dafür passende Schulungsformate, die zum Aufgabenbereich passen. Ich möchte diese Bedarfe an zentraler Stelle artikulieren können.
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Als Projektleiter einer digitalen Edition musikalischer Werke möchte ich die bei der Digitalisierung der zu Grunde liegenden Quellen entstehenden Bilddaten langzeitverfügbar aufbewahren. Meine Mitarbeitenden benötigen passgenaue, qualitätsgesicherte Fortbildungen zu Langzeitverfügbarkeit von Bilddaten musikalischer Werke.

Architektur Digital Humanities

User Story 06

Als Forschende im Bereich der DH entwickle ich Softwarelösungen eng an architekturhistorischen Fragestellungen, um Rekonstruktion und Untersuchung von nicht mehr oder nur teilweise erhaltenen Denkmälern vornehmen und auswerten zu können. Die Daten sowie der Code sollen zur Nachnutzung der Daten sowie zur Weiterentwicklung vorgehalten werden. Ich benötige einen Reflexionsrahmen, um überprüfen zu können, ob meine technischen Lösungen es erlauben, die Spezifik der Beziehung zwischen digitalem und analogem Kulturgut wiederzugeben.

Kunstgeschichte Tanzwissenschaft Digital Humanities Medienwissenschaft Musikwissenschaft Theaterwissenschaft

User Story 07

Als Musikethnologin bin ich verantwortlich, während meiner Forschung entstandene Audio-/Videodateien (resp. -Korpora) gemäß den vorher verabredeten rechtlichen Vereinbarungen zugänglich zu halten. Da ich auch in die Lehre eingebunden bin, möchte ich Kompetenz zu dieser Analyse an meine Studierenden so weitergeben, dass diese diese Fähigkeiten anwenden können.
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Als Kustodin der zeitgenössischen Sammlung eines großen Museums möchte ich das Konvolut Video-Art und die Dokumentation der Performances für die Forschung zugänglich machen.

Kunstgeschichte Digital Humanities

User Story 11

Als Forscher im Bereich Kunstgeschichte suche ich in historischen Büchern von Librettisten nach Druckgraphiken, die das ikonographische Motiv “Herkules am Scheideweg” zeigen.
Bsp.:
https://www.e-rara.ch/zut/wihibe/content/thumbview/8402857

Architektur Digital Humanities

User Story 12

Als Denkmalpfleger suche ich nach bundesweiten Vergleichsbauten zum Stuttgarter Hauptbahnhof, um seine singuläre baukünstlerische Alleinstellung zu belegen, vor Gericht den Denkmalwert zu begründen und somit vor dem Abriss zu bewahren.

Digital Humanities Musikwissenschaft

User Story 14

Als Promovendin der Musikwissenschaft (Thema u.a. Presseberichterstattung zu Aufführungen des Freundeskreises zeitgenössischer Musik Glarus) habe ich in einem Aufsatz über die Presseberichterstattung zu musikalischen Aufführungen anderer Kontexte den Hinweis auf ein diesen Erkenntnissen zugrunde liegendes Forschungsdatenset gefunden. Neugierig, wie es aufgebaut ist, ob ich es inhaltlich oder methodisch für meine eigene Forschung nutzen kann, recherchiere ich es und finde es in einem Repositorium. Nachdem ich das mir zunächst unbekannte Datenformat mit Hilfe eines Kollegen öffnen könnte, kann ich die Daten nun allerdings nicht interpretieren.

Architektur Kunstgeschichte Digital Humanities

User Story 16

Als Leiterin eines Landesdenkmalamtes arbeite ich an mehreren Projekten gleichzeitig (Bauaufnahmen – Grabungsprojekte – Archivierung – Bestandsaufnahmen – Survey-Projekte und Feldbegehung – Auswertung – Katalogisierung und Aufarbeitung der Magazinbestände – Vorbereitung musealer Präsentationen). Obwohl die gesammelten Datenmengen heterogener Natur sind, möchte ich alle Daten in projektspezifischen Datenbanken sammeln und eine Vernetzung derselben untereinander ermöglichen. Gleichzeitig will ich die Kollaboration mit anderen Landesdenkmalämtern fördern um somit über mikroregionale Auswertungen hinausgehen, da eine fehlende Normierung der Datenerfassung einer übergreifenden regionalen Auswertung von Perioden/Objektgruppen oftmals im Wege steht. Die Recherche nach Vergleichsobjekten (bsp.: architektonische Vergleichsbauten) und die Analyse von Strukturen (Siedlungsmuster, keramische Entwicklungen) könnte in dieser Form zielführender und umfassender erfolgen. Um den kompetenten Umgang mit dieser Datenbank zu gewährleisten, benötige ich qualifizierte Mitarbeitende (reguläre Mitarbeitende und Hilfskräfte). Ich muss entsprechend Kompetenzen weitergeben und entwickeln und benötige dafür passende Schulungsformate, die zum Aufgabenbereich passen. Ich möchte diese Bedarfe an zentraler Stelle artikulieren können.

Digital Humanities

User Story 17

Als Kustodin einer Archäologischen Sammlung möchte ich nicht nur alle ausgestellte Objekte, sondern auch meine umfangreichen Magazinbestände erstmalig vollständig erfassen. Neben der graphischen Erfassung (Fotografie) möchte ich die jeweiligen Objekte mit einer Datenmaske sowie beschreibenden Texten versehen und meine Daten nachhaltig digital archivieren. Gleichzeitig möchte ich somit die Möglichkeit bieten, die physisch separierten Objekte meiner Bestände in chronologische, geographische oder semantische Relationen zu setzen (bsp.: mein Museum besitzt ein komplettes Grabinventar; von diesem sind 3 Schauobjekte in der Ausstellung zu sehen, während die anderen Objekte im Magazin verwahrt werden. Der Besuchende/Forschende hat bislang keine Möglichkeit, die Objekte in ihrer ursprünglichen Fundzusammensetzung zu lesen und auszuwerten). Gleichzeitig will ich ausgewählte Exponate einem interessierten Publikum digital zugänglich machen, um die Attraktivität meiner Institution zu steigern. Ich kann somit gezielt auf wichtige Bestände und deren Bedeutung hinweisen. Im Rahmen des DLZ möchte ich zusätzlich zur Erstellung und Verarbeitung der Daten auch die Langzeitarchivierung sowie die Nachnutzung der Daten (= Weitergabe an Dritte zu Forschungszwecken) gewährleisten.

User Story 20

Als Forschende möchte ich eine Massendatenanalyse von mehreren 100.000 Gemälden durchführen um den Einfluss individueller Stile und die Verbreitung regionaler Stile zu erforschen.

Architektur Digital Humanities

User Story 22

Als Denkmalpflegerin möchte ich unsere bestehende Sammlung mit Metadaten zu Material und Stilform anreichern, um unseren Nutzern einen Mehrwert zu bieten. Ich habe keine Zeit, jedes einzelne Bild selbst zu annotieren und möchte darum automatische Methoden nutzen. Mir ist aber wichtig, dass ich die Kontrolle über die Ergebnisse bewahre und die generierten Metadaten anpassen kann.

User Story 23

Als Entwicklerin einer Open Source Software zur Annotation von Musikstücken durch Künstler möchte ich, dass dieses Werkzeug möglichst viele Leute erreicht, die eventuell sogar auch daran mitentwickeln und Code schreiben wollen. Daher suche ich einen Weg um das Tool bekannter zu machen und zu untersuchen wie Nutzer damit interagieren. Ich würde meinen Nutzerinnen und Nutzern gerne Tutorien anbieten.

Architektur

User Story 24

Als Doktorand entwickle ich im Rahmen meiner Promotion Tools zur automatischen Architekturrekonstruktion von Gebäuden. Dabei ist mir die Langzeitverfügbarkeit und die Usability des Tools weniger wichtig. Für mich zählen bei der Evaluation konkrete Zahlen zur Genauigkeit des Tools. Außerdem möchte ich erfolgreich promovieren und in der Wissenschaft Anerkennung für meine Entwicklung erhalten.

Architektur Kunstgeschichte Tanzwissenschaft Digital Humanities Medienwissenschaft Musikwissenschaft Theaterwissenschaft

User Story 25

Als Wikimedianer freue ich mich, an der digitalen kulturellen Allmende mitzuwirken und habe schon viele Edits auf Wikipediaseiten zu Kulturerbe gemacht und Bilder bei WM Commons zur freien Nutzung zur Verfügung gestellt. Auch bei Crowdsourcingprojekten der Europeana wie z.B. zum Annotieren von Bildern aus dem 1. Weltkrieg, habe ich des öfteren mitgewirkt. Besonders interessiert es mich, mein Spezialwissen zu korinthischen Tempeln an den verschiedenen digitalen Objekten zur Verfügung zu stellen, wobei es mich freut, wenn dieses Wissen menschen- und maschinenlesbar auch im Forschungskontext nachgenutzt werden und ich damit einen Beitrag zur Hebung des allgemeinen Wissensstandes in diesem Gebiet leisten kann.

Kunstgeschichte Digital Humanities

User Story 27

Als Leiter eines Museums möchte ich Teile des Bestandes digitalisieren und bin auf der Suche nach Richtlinien und Standards zur Durchführung, um eine möglichst gute Nachnutzung der Materialien zu gewährleisten. Die Sammlung beinhaltet alte Drucke, Fotografien und verschiedene Gegenstände wie Behälter, Werkzeuge und Schmuckstücke.

Kunstgeschichte Digital Humanities

User Story 28

Im Zuge der Umsetzung der neuen digitalen Strategie für unser Haus plane ich als Kuratorin in einem großen Museum der Kunst- und Kulturgeschichte die Webpublikation der Bestandsdaten. Sie sollen nicht nur auf unserer Website mehrsprachig durchsuchbar sein, sondern auch an einschlägige Portale wie die DDB und Europeana geliefert werden, um den Bestand unseres Hauses möglichst vielen Nutzern bekannt zu machen, darunter besonders den Fachwissenschaftler:innen. Für sie soll dabei die bisher auf Deutsch vorliegende differenzierte Fachterminologie unserer Hausdatenbank mehrsprachig zugreifbar sein. Da das Datenbank-Vokabular seit zwei Jahrzehnten historisch gewachsen ist, ist vor der Webpublikation eine redaktionelle Bearbeitung notwendig.